BERICHT

Ringer absolvieren gemeinsames Trainingslager



Am kommenden Wochenende wird es auf den Ringer-Matten wieder munter. Von der Bundesliga bis hinunter zu der Bezirksklasse beginnt die Saison. Die Ringer der Vereine aus dem Kreis Tuttlingen trafen sich in der Nendinger Donauhalle zu einem gemeinsamen Trainingslager.

In den vergangenen Jahren waren die Nendinger oftmals zu Trainingslagern ins Ausland gereist, pflegten Freundschaften mit Vereinen aus der Schweiz, die dann auch in Nendingen zu Gast waren. Marc Buschle, zusammen mit Baris Diksu Trainer der Nendinger Oberliga-Mannschaft: "Mit der Kampfkraft, die wir momentan haben, brauchten wir nicht irgendwelche starke Mannschaften herholen. Dann veranstalten wir lieber ein Trainingswochenende mit den heimischen Vereinen. Die sind vom Niveau her auch relativ nah beieinander."

So nahmen an der gemeinsamen Trainingseinheit neben Ringern des ASV Nendingen und des VfL Mühlheim auch Sportler des KSV Trossingen, SV Dürbheim und der KG Wurmlingen/Tuttlingen teil. "Das war sportlich und kameradschaftlich ein Erfolg. Alles hat bestens geklappt", blickt Baris Diksu auf das Trainingslager zurück. Die Athleten konnten sich so den Feinschliff für den ersten Kampftag am Wochenende holen.

Für Buschle ist klar, dass die Ringer demnächst noch mehr zusammen arbeiten müssen. Buschle: "Die KG des ASV Nendingen mit dem VfL Mühlheim funktioniert gut. Es war der richtige Schritt, diesen Weg zu gehen. Für uns wäre es extrem schwer, eine zweite Mannschaft zu stellen, für Mühlheim momentan unmöglich, eine Staffel aufzubieten."

Der ASV-Trainer denkt auch bereits in die Zukunft: "Ich bin mir sicher, dass die Ringervereine auf-

einander zugehen und die alte Rivalität beiseite legen müssen. Wir sollten schauen, dass wir gemeinsam wieder groß werden."

Neben dem Trainingslager hat der ASV Nendingen auch ein Turnier für Flüchtlinge ausgerichtet, die momentan bei Mutpol in Tuttlingen sind. Buschle: "Die Verantwortlichen von Mutpol haben mich angesprochen, dass einige der Flüchtlinge gerne ringen würden. Da diese uns bei der Endrunde beim Hallenauf- und abbau geholfen haben, konnten wir nicht nein sagen."

So kamen zwölf Flüchtlinge in die Donauhalle, die in zwei Sechser-Gruppen aufgeteilt wurden. Kampfrichter Michael Ginsel leitete die 30 Kämpfe.

Döbbrick will Schwung in die Jugendarbeit bringen

Der ASV Nendingen will in Zukunft seine Jugendarbeit intensivieren. Neuer Jugendleiter ist Claus Döbbrick, der vor einigen Jahren von Unterföhring nach Stockach gezogen ist. Er war beim SC Isaria Unterföhring mehrere Jahre Ringer-Jugendtrainer.

Döbbrick: "Mein Ziel ist es, noch mehr Kinder ins Training zu bekommen." Momentan befinden sich rund 25 Kinder bei den Schülern und Bambini im Training. Döbbrick will Ansprechpartner für Kinder und Eltern sein, will Struktur in die Jugendarbeit reinbringen und ein qualifiziertes Training anbieten. "Wir haben als erstes aus drei Gruppen nur noch zwei Gruppen gemacht, um die Attraktivität zu erhöhen. Die größere Anzahl an Trainingspartnern wirkt sich positiv auf die Motivation aus. Auch bei den Kleinen soll vermehrt Ringertechnik trainiert werden. Wir wollen bereits früh die Grundlagen legen, nachdem die Kleinen bisher fast nur geturnt und gespielt haben."

Döbbrick selbst will im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten auch selbst die Trainerfunktion ausüben, auf jeden Fall aber bei den Mannschaftskämpfen und Turnieren vor Ort sein.

Um neue Kinder zu gewinnen, will der neue Jugendleiter auf die Schulen zugehen, Kooperationen aber auch mit Kindergärten eingehen. Buschle: "Mich hat eine Lehrerin angerufen, dass auch Ringen und Raufen auf dem Lehrplan steht. Da kann man sicher eine Kooperation mit Schulen eingehen." Zum neuen Jugendleiter sagt Buschle: "Claus Döbbrick hat gute Ansichten, viel Erfahrung in der Jugendarbeit."

Quelle: www.schwaebische.de (30.08.2017)
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